< Stellungnahme des @ba zum DIE-Gutachten
11.05.2011

@ba diskutiert mit Politikerinnen und Politikern das DIE Gutachten

Auf Einladung des @ba diskutierten Politkerinnen und Politiker der im Landtag vertretenen Parteien am 5. Mai 2011 in der Theodor-Heuss-Akademie die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen des vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) vorgelegten Abschlussbericht zur Evaluation der Wirksamkeit der Weiterbildungsmittel des Weiterbildungsgesetzes (WbG) Nordrhein-Westfalen.


An der Podiumsdiskussion des @ba zum Thema „Lernende fördern – Strukturen stützen: Welche Schlüsse zieht die Politik aus dem Abschlussbericht des DIE zur Evaluation des WbG?“ nahmen Gunhild Böth, Vizepräsidentin des Landtages und  bildungspolitische Sprecherin der Linken,  Klaus Kaiser, Stv. Fraktionsvorsitzender  der CDU, Josefine Paul, Stv. Fraktionsvorsitzende  von  Bündnis 90 /Die Grünen NRW und Joachim Stamp, Generalskretär der FDP teil. Marlies Stotz von der SPD mußte leider aus wichtigen Gründen kurzfristig absagen.

Alle Politikerinnen und Politiker stellten fest, dass das DIE in seinem Abschlussbericht dokumentiert habe,  das NRW über eine plurale und leistungsfähige Weiterbildungslandschaft verfüge, die auf vielfältige Weise zur Stärkung des lebenslangen Lernens beitrage.

 

Sie betonten den politischen Willen, die Weiterbildung auch künftig aus dem Parteienstreit heraus zuhalten. Parteiübergreifend unterstützten alle Politikerinnen und Politiker die Forderung nach mehr öffentlichen Mittel für die Weiterbildung. Einhellig war auch die Meinung, dass das vom DIE für die Weiterbildungseinrichtungen in anderer Trägerschaft (WBE-AT) vorgeschlagene Finanzierungssystem nicht in Stein gemeißelt sei. Die Politik erwarte aber auch Vorschläge von Seiten der freien Träger für ein neues Finanzierungssystem.

 

Um Qualität zu sichern und um neue Zielgruppen für die Weiterbildung zu erschließen sprachen sich alle Politikerinnen und Politiker für eine Stärkung der Hauptamtlichkeit des Personals aus. Eine vernünftige Infrastruktur und einePersonalpolitik mit hauptamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei die Basis für Verlässlichkeit und Qualität in der Weiterbildung, so der einhellige Tenor.

Sowie der @ba sprachen sich auch die Politikerinnen und Politiker gegen ein Zuviel an Bürokratie und Berichtswesen aus.

Der Geschäftsführer des @ba, Jürgen Clausius, fasste die Ergebnisse der Podiumsdiskussion wie folgt zusammen:

  • Das vom DIE für die WBE-AT vorgeschlagenen Finanzierungssystem ist aus Sicht der Parteien nicht das letzte Wort.
  • Die Politik will mehr Geld für die Weiterbildung zur Verfügung stellen.
  • Die regionale Vernetzung ist aus Sicht  aller Beteiligten wichtig und die Möglichkeiten der Vernetzung müssen geprüft werden.
  • Wir stehen am Anfang des Meinungsbildungsprozesses, weitere Diskussionen und Beratungen mit der Politik  sind ergebnisoffen geplant, nächster Termin ist die Weiterbildungskonferenz des Landtages am 01. Juni 2011.

Der Vorstand des @ba mit den Landespolitikerinnen und -politikern

Geschäftsführer des @ba in den Landesbeirat gemeinwohlorientierte Weiterbildung berufen